"Renga ist nun beendet!!!"
 
 

 
 

Zehn Wochen lang haben sich die GeniUser in vier verschiedenen Sprachen an diesem Renga (Kettengedicht) beteiligt. Die ausgewählten Zeilen werden jetzt von Eberhard Schoener vertont.

In Köln, am 12. Januar 2001 werden sie aufgeführt, gesungen von den Freunden der Virtopera denen Cold Genius begegnet ist.

...............................................Nidia und Charles
(italienisch)
...............................................Mariella und Café
(portugiesisch)
...............................................Helen und Laurence
(englisch)
...............................................Jane und George
(deutsch)

Kommentar:
Cold Genius behält sich vor, ein neues Renga mit einem anderen Thema zu beginnen. Er findet diese Form der Kommunikation sehr unterhaltsam und will Sie fortführen, so wie er künftig, nach seinem Live Event in Köln, die Kommunikation verstärken möchte!

 

 
   
Hintergrundinfos zu Renga-Libretto
Renga-Endergebnisse
Renga-Anleitung
Nicht ausgewählte Renga-User-Vorschläge
 
  Die Struktur einer Virtopera Arie entspricht einem Kettengedicht. GeniUser entwickeln dieses Kettengedicht anhand von Vorgaben, so daß ein modernes Renga entsteht. Rengavorschläge die von nichtregistrierten Usern eingegeben werden erscheinen erst nach Freigabe durch die Redaktion online.
   
  • Renga-Endergebnisse:
   
  English:
1. Which world, which way, which memory will stay?
2. How many thoughts pass through my mind, how many daydreams before I find time (User: anonym)
3. What step shell I go next. Which path will be the one. Will I ever cross the Rubicon? (GeniUser: Cargaro)
4. A vision sleeps within my soul, a shadow passive sings. Yet understand, and I awake to fly with human wings. (GeniUser: wayne)
5. This dream I dreamt night after night, with hope to finally gain insight (GeniUser: charly)
6. Thus when the path will be revealed, solution to my soul this will yield. (GeniUser: charly)
7. The Genius brother is users soul, the biggest secret is deep inside of all. (User: anonym)
8. Some secrets hide best by being obvious. (GeniUser: wayne)
9.
Unfolded from its budding state, as perfect as the last; moonlight holds the sun, today the past. (User: anonym)
10. [no purpose]
11.
And so I strife for information day and night, rummaging the net in my swift flight. (User: anonym)

Deutsch:
1. Welcher Weg, welche Macht, welche Erinnerung hält uns wach?
2. Welche Träume webt das Licht, welche Landschaft ist Dein Gesicht (GeniUser: Giselle)
3. Wenn Sehnsucht uns treibt, ist Erinnerung was bleibt. (Geniuser: charly)
4. Erinnerung, so schön und voller Glanz, welcher Weg, welche Macht, verringert die Distanz? (GeniUser: Carmen)

5. Ist es die Liebe, die ich noch nicht fand, das Leben ist eine Reise in ein fremdes Land. (GeniUser: Carmen)
6. Doch warum Liebe? Ist es nicht mehr? Suchen nach der Seele macht die Reise so schwer. (GeniUser: Silke)
7. Aber wenn du sie findest, lass ihr freien Lauf, dann steigt sie mit dir zur Vollkommenheit auf. (User: anonym)
8. Vergangen nicht, verwandelt ist was war, der Sehnsucht folgend begebe ich mich in Gefahr. (GeniUser: Engel)
9. Will soviel lernen - alles geben. Warum? Für ein verwundbares Menschenleben? (GeniUser: Silke)
10.
Denn mich hat nicht eine Mutter geboren, tausend User haben an den leblosen Knaben ihre tausend Gedanken verloren, die sie ihm gaben. (GeniUser: Engel)
11. Auch habe ich kein Vaterhaus und hab auch keins verloren, das Internet hat mich, Cold Genius, in die Welt hinaus geboren. (GeniUser: Klaus)

Italiano:
1. Quale mondo, quale memoria, quale direzione ci tiene alerta?
2. Non è un sogno? Bellezza dell' anima, più bello, desiderio benedetto! (User:anonym)
3. Se ci si è chiuso nel cuore il sole, splendono sorridenti le stelle della beatitudine. (User:anonym)
4. Come afferrare, come lasciare questa ebrezza? (User: anonym)
5. Forse giocando con il buio e con la luce (User: anonym)
6. Solitaria vegliando nella notte, a chi il sogno dell'amore sorride (User: Isolde)
7. Per illusorie immagini eretto, ecco che io stesso sono il mondo! (User: anonym)
8. Colpita dall apparire del giorno, allora mi si scopri raggiante! (GeniUser: Isolde)
9.
Cio che nella casta notte chiuso nell ombra vegliava (User: anonym)
10. Come potrei evitare il paese che avvolge ogni altro mondo? (GeniUser: anonym)
11. Lo vedete, amici? Sempre più chiaro comme è raggiante, e in un bagliore di stelle alto si solleva? (GeniUser: Isolde)

Português:
1. Qual lembrança, qual palavra, qual poder nos mantém alerta
2. A lembrança inesquecida da palavra amor que nos desperta (User:anonym)
3. E faz-nos sentir vivos, criando novos anseios (User:anonym)
4. Como um verso inacabado com um começo mas sem fim e sem meio (User:anonym)
5. Para que meio? Para que fim? Tudo é passagem... (User:anonym)
6. A vida, afinal, não é uma viagem? (User:anonym)
7. [no purpose]
8. A cada instante um universo se descortina (User:anonym)
9. Mostrando a verdade que desatina (User:anonym)
10. Deixando nossos sentidos transcederem em devaneios? (User: anonym)
11. Nesta doce loucura, refutando todos os receios... (User: anonym)
     
  • Hintergrundinfos zu Renga-Libretto  

Was ist ein Renga? Der Begriff Renga ist die japanische Bezeichnung für ein Kettengedicht, das am dortigen Kaiserhof über mehrere Jahrhunderte als hohe Dichtkunst gepflegt wurde. Der Ursprung liegt im Buddhismus Chinas und kam mit der religiösen Verbreitung Anfang des letzten Jahrtausends nach Japan. Gemeinschaften buddhistischer Mönche zogen sich an einen kontemplativen Ort zu einem philosophischen Gedankenaustausch zurück.
Einer der Mönche erdachte die erste Strophe eines Gedichtes und erzählte sie den anderen. Der zweite Mönch wurde mit der Aufgabe betraut, die nächste Strophe zu schaffen. Seinen Beitrag trug er dann zur Fortsetzung dem dritten Mönch vor. So entstand aus der Gedankenkette langsam ein poetisches Gesamtwerk.

 
     
  • Renga-Anleitung  
  Wie kann sich der GeniUser kreativ beteiligen? Das Virtopera Renga verbindet die Jahrtausende alte Tradition des Zen mit den Möglichkeiten des Mediums Internet. Die erste Zeile einer Arie für das Finale wird von Eberhard Schoener vorgegeben, in einem virtuellen Renga-Raum haben dann die User die Möglichkeit einen Vorschlag für die folgende Zeile zu machen.
Aus den Uservorschlägen wird dann eine Zeile ausgewählt. Nachdem die Entscheidung getroffen ist, können die User wieder eine weitere Zeile hinzufügen. So entsteht eine "Renga-Arie", die beim Final-Event in Köln aufgeführt wird. Durch die aus Einzelbeiträgen bestehende Mitarbeit der GeniUser entsteht das Virtopera Renga als ein poetisches Gegengewicht zur elektronischen Informationsverknüpfung des Internets.

GeniUser, die am Renga mitarbeiten, erleben einen gemeinsamen Schaffensprozess: Der Andere wird zum Mitschöpfer, sein Anderssein bereichert und entwickelt das Werk. Das übergeordnete Ziel einer künstlerischen Neuschöpfung läßt Fremdes verstehen.

Die Form eines traditionellen Rengas ist durch die japanische Sprache und Kultur gekennzeichnet. Um eine größere kulturelle Flexibilität zu ermöglichen, bezieht sich das Virtopera Renga nicht nur inhaltlich, sondern auch formal auf das Libretto von Mantua. Ausgangspunkt dieses Netzwerkes poetischer Korrespondenz ist somit das Libretto von Mantua.
 
     
  Spielregeln: Jeden Freitag ist Renga-Tag. Eine Renga Zeile wird ausgewählt und an das vorhandene Rengagedicht angehängt Der User, dessen Vorschlag ausgewählt wird erhält 10 IQ-Punkte. Jeder User kann nur einen Vorschlag in einer Sprache machen. Gibt er einen weiteren Vorschlag ein wird der vorherige automatisch gelöscht. Beim Renga wird pro Woche ein Genius-IQ Punkt gutgeschrieben.