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Liebe
GeniUser, vielen Dank für Eure Musik-Beiträge zu Virtopera.
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| Hinweis für User, die sich als Komponisten oder Autoren an Virtopera beteiligen: Sollte Eberhard Schoener im Rahmen von Virtopera Tonfolgen oder Textzeilen von den Internet-Usern verwerten, erfolgt ihre Beteiligung über die jeweilige nationale Verwertungsgesellschaft. | |||||
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kannst Du Deine Vorschläge als mp3 Datei einschicken:
music@coldgenius.com |
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Eberhard Schoener über seine Musik Ich glaube an die humanitäre Botschaft der Musik. Die Emotion muss das Credo sein, das der Musiker dem Publikum schuldig ist: Gefühl hat Vorrang. Trotz der unterschiedlichsten Formen meiner Kompositionen verstehe ich mich zunächst als Bühnenkomponist und - in unserer Zeit ist der Weg nicht weit - auch als Filmkomponist. Ich versuche, eine genuine Form zeitgenössischer Musik zu schaffen, in der sich Elemente der Operntradition und der Musik unserer Zeit (Rock'n'Roll, Jazz oder elektronische Musik) ineinander fügen und wiederfinden. Bin ich somit ein "Eklektiker"? Wenn Eklektizismus mit "Auswahl" beschrieben ist, so bin ich das. Es entspricht meiner musikalischen Ästhetik. Ich halte diese Tradition, die aus dem unerschöpflichen Fundus vorhandener Musik "auswählt" (Strawinsky, Bernstein bis Tom Waits) für die wichtigste zeitgenössische Form, Musik zu machen. Sie ist das Spiegelbild der verschiedensten Kulturen, in denen sich insbesondere der Mensch des beginnenden 21. Jahrhunderts wiederfindet. Für Virtopera habe ich, entsprechend der Libretti (Cold Genius, Palazzo dell'Amore, Beleza Negra, Eine Rache), alle nur erdenklichen Idiome und Stilmittel angewendet. Ausgangspunkt für diese Internet-Opera-in-Progress war die Cold-Genius-Arie aus der Oper "King Arthur" von Purcell. Die Instrumentation in der Oper "Cold Genius" beruhte daher im wesentlichen in der Verwendung eines klassischen Orchesters (Streicher, Holz, Blech, Percussion), beinhaltet aber gleichzeitig eine große Durchlässigkeit dieser Gattung. "Palazzo dell'Amore" orientiert sich vorwiegend an der Musik des 18./19. Jahrhunderts, an den traditionellen Formen der italienischen Oper bis zurück zu einem Madrigal von Claudio Monteverdi "Lamento della Ninfa". "Beleza Negra" vermischt den brasilianischen Candomblé und den Samba mit dem traditionellen Orchester und zeitgenössischer Elektronik. Diese Oper lässt sich am besten mit dem Begriff des "New-Music-Theatre" (Phil Glass, Steve Reich, Meredith Monk oder Tom Waits) benennen. Hier nähert sich mein Kompositionsstil - das Durchlaufen von Zeit und Kultur als Prinzip - am deutlichsten dieser Kunstform an. "Eine Rache" ist nach einer Kurzgeschichte von Isabel Allende entstanden. Das Ungewisse ist hier in der Musik an die Kategorie der Zeit gebunden. Die flexible Umdeutung erfährt eine scheinbare Identität. Der Tango ist der verbindende Content, um die Emotionalität, - die heutzutage Mut erfordert - zum Programm werden zu lassen. All
diese Stilmittel finden sich in Virtopera und werden zu einer neuen
Form - zu einem eigenen Stil - gefügt. |
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