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Die
Idee:
In diesem beginnenden Jahrtausend wird Technologie im Leben der Menschen
eine weitaus größere Rolle spielen als je zuvor. Informationen sind abrufbar,
das Internet versorgt die Menschen mit Wissen, Kommunikation lässt Grenzen
verschwinden. Das Internet wird zu einem globalen Raum. Virtopera, die
eigens für das Internet konzipierte Oper, überlagert Eigentümlichkeiten
unterschiedlicher Kulturkreise und wird so zu einem globalen Bühnenereignis.
Durch die Verwendung von Bildern, Musik, Orten, Figuren, durch ein virtuelles
Studio, durch das Verlassen von Linearität, entsteht eine neue Form der
Mysterienkunst. Aus der klassischen Literatur kennt man diesen Begriff
zum Beispiel bei Tamino (Zauberflöte), der die Elemente durchschreitet,
durch Pinocchio oder Montezuma. |
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Der Komponist: Der Münchner Komponist und Dirigent Eberhard Schoener begann vor fünf Jahren Kurzopern zu schreiben: Cold Genius .......Palazzo dell' Amore........ Die Rache.........Beleza Negra Mit
diesen vier Short Operas, jeweils
nicht länger als eine halbe Stunde, will er "Gefühle zeigen, vor allem
die der Liebe, ungeschützt und so direkt wie möglich. Schon immer handelte
die Oper von nichts anderem." |
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| Der
Weg: Seit
mehr als zwei Jahren beschäftigt sich Eberhard Schoener mit dieser Idee.
Er erfand den virtuellen Charakter Cold
Genius.
Vorbild sind die literarischen Figuren, die schon immer die Sehnsucht der
Menschen verkörpern, der Materie eine Seele einzuhauchen: Olympia aus "Hoffmanns
Erzählungen" oder die Holzpuppe Pinocchio. Durch die Erfahrung der Liebe
sollten diese Geschöpfe menschlich empfinden lernen. Eberhard Schoener begegnete Olaf Schirm, der in seiner Firma NoDNA virtuellen Figuren "Leben" geben kann. Dadurch ist es möglich, dass Cold Genius in real time auftreten kann. Er ist keine Computeranimation! Der Plan war, live und an verschiedenen Orten, die durch die Dramaturgie festgelegt sind, Virtopera im Internet aufzuführen. |
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| Das
Neue: Neu
an dieser Form der künstlerischen Realisation einer Idee ist nicht nur die
aktive Einbeziehung der User in diese Arbeit. Ungewöhnlich ist die Figur
Cold Genius. Er ist die Manifestation
des Internets. Er ist die Ansammlung sämtlicher Informationen ohne ihren
Wert zu erkennen. Weil jedoch seine Informationen von Menschen vermittelt
wurden, hat er auch eine unbestimmte, für ihn nicht erklärbare Sehnsucht,
seine Grenzen zu überwinden. Er ist erlebnis- und erkenntnishungrig, weiß aber nichts über die Bedeutung dieser Gefühle. Sein Weg hinaus in die Welt der Menschen ist das Thema der Virtopera. Ein neues Wesen ist entstanden. |
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