|
|
Das
Internet hat eine kritische Masse erreicht.
Es fragt sich zum ersten Mal: Wer bin ich?
|
| |
| Der
Protagonist
von Virtopera stellt diese Frage. Es ist Cold
Genius, eine virtuelle Figur, deren Symbol die unendliche
"8" ist. Sie verkörpert die Möglichkeiten und Grenzen des Internets.
Informationen im Internet existieren nur wenn sie auch aufgerufen
werden, das heißt wenn aus ihrer virtuellen Existenz eine reale wird.
Diese manifestiert sich an dem Ort an dem der User sitzt. Die Information
ist nun real/konkret und zugleich virtuell/abstrakt. Ebenso wird die
virtuelle Existenz Cold Genius durch Live-Events aufgerufen. Cold
Genius manifestiert sich an einem Ort, an dem er etwas erfahren kann.
Er ist also ein Grenzgänger, zugleich real und konkret und virtuell/abstrakt. |
|
|
| Der
Charakter
von Cold Genius entspricht seiner Herkunft. Er ist, trotz seines Wissens,
neugierig auf Erfahrungen, sucht nach Erkenntnissen. Er möchte Ordnung
in sein Chaos bringen um Grenzen zu überschreiten. Er kann Erfahrungen
mit der Seele nur spüren, wenn er die Grenzen des Internets überschreitet.
Er will das Sein der Kunst erleben um sich zu definieren. Daher sucht
er einen "Lehrer", dem er in Mantua (Italien) begegnet, als er sich
bei seinem ersten Live-Event manifestiert. Die virtuelle Figur Cold
Genius kennt die menschliche Gefühlswelt nicht, daher sind ihm Angst,
Leidenschaft, Liebe oder Glücksgefühle fremd. Er ist respektlos, ohne
Hemmungen, plagiiert alles und benützt jede Gelegenheit, seine Wünsche
auszuleben. Er "leiht" sich Leben, aber immer mit der Sehnsucht, zu
spüren und zu verstehen. |
|
| Die
Idee
für diese virtuelle Figur hat der Münchner Komponist und Dirigent
Eberhard Schoener.
Sein Ziel war, eine Oper für das Internet zu komponieren, deren Protagonist
diesem neuen Medium entspricht. Cold Genius verkörpert Möglichkeiten
und Grenzen des Internet. Vorbild für diese Figur waren unter anderem:
Olympia aus "Hoffmanns Erzählungen" von Jacques Offenbach oder die
Holzpuppe Pinocchio. Durch die Liebe sollten diese Geschöpfe lebendig
werden und empfinden lernen. |
|
| Realisation:
Cold Genius ist keine Computeranimation. Er kann in real time auftreten.
NoDna entwickelte die Technik, durch Sensoren, Bewegungen und Mimik
von Menschen auf virtuelle Figuren zu übertragen. Dadurch kann diese
Figur direkt reagieren und braucht kein vorgelegtes Konzept. |
| |
| Der
Name:
Der Name Cold Genius ist einer Figur aus Purcells Kurzoper "King Arthur"
entliehen. Der Name entspricht genau der Situation im Internet: Informationen
werden verwaltet verwaltet und bereitgestellt, jedoch ist diese 'geniale'
Funktion des Internets seelenlos, also 'kalt'. |
| |
| Die
Aufgabe: Cold Genius ist sehnsüchtig nach dem Geheimnis
des Lebens. |
| |
|
In
Virtopera wird der Weg des
Cold Genius beschrieben, aus einer virtuellen Masse zu einem fühlenden
Individuum zu werden. Das Ende ist offen, denn auch die User begleiten
Cold Genius durch die vielen Stationen und können sein Ziel mitbestimmen.
Auf dieser Reise wird er den großen Mythen der menschlichen Kultur
begegnen. Seiner virtuellen Welt wird eine Welt der Gefühle, Leidenschaften,
der Humanität gegenüberstellen.
Interaktiv kann der User an der Entwicklung von Cold Genius Anteil
nehmen und dadurch sowohl Cold Genius als auch sich und seinen Umgang
mit dem Medium Internet verwandeln.
Der
GeniUser wird interaktiv mit
auf die Reise gehen und die Entwicklung von Cold Genius vertiefen,
anregen und musikalisch erweitern (Foren, Communities, Musik und
Libretto).
|
| |
|
Die
Reisen von Cold Genius: Es gibt ganz bestimmte Orte im
Leben von Cold Genius.
Es
finden vier Live-Events statt, die im Internet aufgeführt werden.
In Mantua zeigt sich Cold Genius die menschliche Liebe, in Salvador
wird ihm die magische Welt des Candomblé offenbart und Kalkutta
erzählt von Leiden und Spiritualität. Schließlich kommt es zum großen
Finale in Köln. Nach jedem Live-Event stellt sich Cold Genius zum
live chat. Die User befragen Cold Genius direkt. Im Gespräch wird
Cold Genius das Erfahrene möglicherweise anders sehen und sich neue
Perspektiven aneignen.
|
| |
|
Die
Musik: Sie wird für Cold Genius zur Zauberformel etwas
über die Seele zu erfahren.
Bei
jedem Live Event wird sich ihm das Geheimnis der Musik vertieft
erschließen. In Mantua erfährt Cold Genius, daß der Gesang ein magisches
Mittel ist um Gefühle zu vermitteln und zu erzeugen. Deswegen wünscht
sich Cold Genius auf seiner weiteren Reise selbst singen zu lernen.
Nur
der Mensch kann Materie Seele geben, daher braucht Cold Genius den
Menschen, um sich definieren zu können. Etwas künstlich Geschaffenes
sucht die Seele. Nur so kann Cold Genius sich selbst erfahren. Jeder,
dem er begegnet, wird ihn aus seinem Chaos, dem gleichgültigen Wissen,
ein Stück weit herausführen.
Cold
Genius ist somit die virtuelle Projektion der fantastischen Vorstellungen,
mit denen wir in der realen Welt navigieren.
|
| |
| Wer
ist Cold Genius? |
| |
|
|